Wir stellen uns vor

Anfang 1972 erkannten einige Wittgensteiner Unternehmen die Notwendigkeit einer zentralen überbetrieblichen Lehrwerkstatt, um einen qualitativ hohen Ausbildungsstand der Auszubildenden zu gewährleisten. Unterstützt wurde diese Forderung vom damaligen Industrie- und Forstverband für den Kreis Wittgenstein.

Am 09. Januar 1975 trafen sich 15 Unternehmen auf Einladung des Industrie- und Forstverbandes zur Gründungsversammlung. Die „Industrielehrwerkstatt Wittgenstein eG“ auch ILW genannt, war gegründet. Die ersten Auszubildenden und Umschüler konnten am 01. September 1975 die neue Werkstatt und Schulungsräume beziehen. Eine zentrale Ausbildungswerkstatt für Metall- und Kunststoffindustrie mit 50 Ausbildungsplätzen war geschaffen.

Schon 1982 verlangten ständig steigende Ausbildungszahlen nach einer Erweiterung. Ein Anbau ermöglichte die Schaffung von 10 neuen Werkstattplätzen. 1991 konnte ein angrenzendes Grundstück erworben werden und 1992 wurde die nächste Erweiterung der Werkstatt und der Schulungsräume durchgeführt.

Im Juni 1999 wurde auf der Generalversammlung beschlossen, den Namen „Industrielehrwerkstatt Wittgenstein eG“ in „Bildungszentrum Wittgenstein eG“ -kurz BZW- zu ändern, da der Begriff Lehrwerkstatt nicht mehr dem breitgefächertem Bildungsangebot entsprach. In 2009 wurde durch einen Wechsel der Gesellschafterform das BZW eine GmbH.

Die laufend gestiegene Zahl der Auszubildenden sowie der Bedarf an zusätzlichen Theorieräumen verlangten nach einer baulichen Erweiterung.

2008 wurden Fördermittel beim Bund und Land beantragt, die im Dezember 2010 bewilligt wurden. Ab April 2011 wurden Umbau und Erweiterung durchgeführt und bis Ende des Jahres abgeschlossen.

Neue, zum Teil CNC-gesteuerte Dreh- und Fräsmaschinen und neue Schweißplätze garantieren auch weiterhin eine Ausbildung nach neuestem Stand der Technik.

Rückblickend lässt sich sagen, das Ziel junge Menschen qualifiziert auszubilden wurde erreicht. Erfahrene, engagierte Ausbilder stehen den auszubildenden Mädchen und Jungen ganztags zur Verfügung. Ergänzungslehrgänge und Prüfungsvorbereitung runden die Ausbildung ab.

Neben der Erstausbildung und der Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) führen wir Umschulungen und Qualifizierungsmaßnahmen im Metall- und Kunststoffbereich für die Agentur für Arbeit und das Jobcenter durch.

Aber auch Projekte zur Berufsvorbereitung finden im BZW statt. Zu erwähnen ist hier das MINT-Projekt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse. Das „Haus der Berufsvorbereitung“, an dem 10-Klässler teilnehmen, um sich auf einen Ausbildungsberuf vorzubereiten, ist erfolgreich und wird gut angenommen. Ab September 2015 ist die „berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme“ (bvB) der Agentur für Arbeit hinzugekommen, die in Kooperation mit dem Berufsfortbildungswerk und der inab durchgeführt wird. In dem meist einjährigen Lehrgang, werden junge Menschen auf die Arbeitswelt vorbereitet.

Lehrgänge für die Ausbilder-Akademie sowie Kurse im EDV-Bereich runden unser Programm ab. 


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